.

 

 

 

 

 

 

 

Schoenebecker Schweiz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3. Mai 2017

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach zehn Jahren verlassen Roswitha und Karl Schirmacher die “Schönebecker Schweiz”

 

 

und verabschieden sich in den Ruhestand.

Foto: Renate Debus-Gohl

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 â€žAb sofort koche ich”

 

 

Schönebecker Gastronomenpaar Schirmacher
verabschiedet sich Samstag in den Ruhestand

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zehn Jahre haben sie ihre Gäste in Schönebeck bewirtet. Oder besser gesagt: kulinarisch verwöhnt. Mit einem gewagten Spagat zwischen gutbürgerlicher Küche und französischer Haute Cusine. Sie haben ihr Restaurant, die „Schönebecker Schweiz“ an der Schönebecker Straße zu einem Treffpunkt gemacht - nicht nur für Schönebecker. Aus Essen und Umgebung kamen Gäste zu Roswitha und Karl Schirmacher.

Doch jetzt ist Schluss. Der 66-jährige Koch Karl Schirmacher hängt die Schürze an den Nagel. Endgültig. Am 22. Mai kommt der Umzugswagen an die Schönebecker Straße. Dann räumt das Ehepaar seine Wohnetage über den Gasträumen. „Unseren Ruhestand werden wir im Sauerland genießen“, verrät Roswitha Schirmacher. Seit Jahren besitzen die beiden dort eine Wohnung. „Wir haben während unserer Auszeiten dort viele Menschen kennengelernt und auch Freundschaften geknüpft, da lag der Schritt nahe.“Vorbei sein werden dann die Zwölf-Stunden-Tage im Restaurant. Für Karl Schirmacher langen Tage in der Küche, für Ehefrau Roswitha im Service. Bestellungen, Einkäufe, Bücher – alles haben die zwei neben dem Restaurantbetrieb selbst erledigt. „Doch bereut haben wir unsere Entscheidung nie“, beteuern die Vollblut-Gastronomen. Zusammenarbeit hat wunderbar funktioniert"

Genau zehn Jahre waren die Schirmachers in Schönebeck. Haben im Dorf gewohnt, sich mit eingebracht. Bei jedem Maibaumfest waren sie mit von der Partie, die Gastromeile „Schönebeck is(s)t gut“  haben sie viele Jahre lang federfĂĽhrend mitorganisiert. „Die Zusammenarbeit mit dem hiesigen BĂĽrger- und Verkehrsverein hat wunderbar funktioniert“, blickt Roswitha Schirmacher auf spannende Jahre zurĂĽck.

Aus der Innenstadt hatte es das Paar 2007 nach Schönebeck verschlagen. Im Westviertel hatten die Schirmachers viele Jahre den „Stop Club vis-a-vis“ betrieben. Zunächst als Angestellte, dann als Partner und später in Eigenregie. „Ursprünglich war der Stop Club ein Künstlertreff“, erzählt Roswitha Schirmacher. Eine Reihe gerahmter Schwarz-Weiß-Fotos in der „Schönebecker Schweiz“ erinnert an diese Zeit.

Beim Betrachten der Fotos stößt man auf viele bekannte Gesichter. Silvio Franceso und Gitte haben bei den Schirmachers gegessen, Film- und Theaterschauspieler. Aber nicht nur die Künstlerszene wusste zu schätzen, was Karl Schirmacher in seiner Küche fertigte. „Schon damals hatten wir viele Stammgäste, hier in Schönebeck waren es über 90 Prozent.“

Bei Karl Schirmacher war es die Leidenschaft für gutes Essen, die ihn in die Gastronomie führte, bei seiner Frau die Liebe. „Als ich meinen Mann kennengelernt habe“, erzählt die 62-Jährige, „war ich als Rechtsanwalts- und Notargehilfin tätig.“ Doch eine Beziehung leben bei so unterschiedlichen Arbeitszeiten, das wollten die Schirmachers nicht. „Also bin ich in die Gastronomie gewechselt“, berichtet Roswitha Schirmacher lachend. Sie hat bei Jürgen Arnolds angeklopft. „Ich hab ihn einfach gefragt, ob er mir das Grundlegende beibringen kann.“ In dem Rüttenscheider Hotel-Restaurant hat die 62-Jährige alles Wichtige gelernt. „Doch hätte ich vor meiner Ausbildung geahnt, wie viel Spaß mir die Gastronomie macht, hätte ich Restaurantfach von der Pike auf erlernt.“

Im nun anbrechenden Ruhestand wollen es die Schirmachers gemächlich angehen lassen. Tibetterrier Racker kann sich freuen. In den nächsten Monaten haben sich Herrchen und Frauchen nicht viel anderes vorgenommen, als ausgedehnte Spaziergänge mit ihrem Vierbeiner zu unternehmen.

 

 

Eines ist allerdings klar. Die Verhältnisse im Hause Schir-macher werden sich ändern. In der Küche übernimmt von nun an Ehefrau Roswitha die Führung. Doch ganz raus ist Karl Schirmacher damit nicht. „Ich brauch ihn manchmal zum Abschmecken. Wenn ich so gar keine Idee mehr habe, was noch fehlt, dann genügt ihm ein kleiner Löffel zum Probieren. Egal was es ist, er weiß sofort, was das Essen komplett macht.“

.

 

Weiter geht's

 

 

 

 

 

Am 6. Mai verabschieden sich die Schirmachers in den Ruhestand. Der Nachfolger ist ein alter Bekannter: Sandro Somigli hat die "Schönebecker Schweiz" schon einmal acht Jahre lang geführt. Der neue Pächter will den Theken- und Kegelbahnbetrieb künftig aus-bauen. Die Wiedereröffnung der "Schönebecker Schweiz" ist für Mitte/Ende Juni geplant

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lars von der Gönna

 

 

April 2017

 

 

 

 

 

 

Abschied von den Schirmachers

 

 

 

 

 

 

 

Die Beiden waren eine Institution. 25 Jahre mit dem „Stop Club" in der Essener Innenstadt, dann noch mal zehn auf dem Dorf: in Essens „Schönebecker Schweiz". Doch es hilft alles Betteln („Aber wir wollten doch nächstes Jahr unsere Silberhochzeit ...") nichts: Karl und Roswitha Schirmacher hören endgültig auf.

Ob wir in zehn, zwanzig Jahren noch Lokale wie dieses haben? Solche mit Handschlagsbegrüßung, solche, bei denen die Chefin schon nach dem zweiten Besuch weiß: „Keine rote Bete. Is' klar".

Solche, die einer Behindertengruppe aus der Nachbarschaft einen Abend auf der Kegelbahn spendieren (plus Küche). Solche, die nach einem schönen Menü noch an den Tisch kommen, um für die zu sammeln, denen es nicht so gut geht wie den Gästen - etwa Essener Kindern, mit denen „Förderturm e.V." tolle Dinge unternimmt.

Nun haben wir noch gar nicht von der Küche gesprochen. Die hat unter Karl jahrzehntelang den nicht leichten Spagat vollbracht, das bürgerliche Publikum (Cordon Bleu, Zürcher Geschnetzeltes) nicht zu verprellen und doch der eigenen Vorliebe am Herd tüchtig zu frönen.

Die siedelt bei Schirmachers vor allem in Frankreich, was den „Bretonischen Fischertopf" und die Bouillabaisse nicht weniger zu Säulen eines schönen Abends machte als die famose hausgemachte Aioli. Schön, dass sich das herzliche Duo zum Abschied von den Stammgästen (die machen ca. 90 Prozent aus) bequatschen ließ, ein letztes Mal das Tapas-Menü aufzutischen. Mit klitzekleinen Teuernissen aus Spanien hat das aber nichts zu tun. Für unschlagbare 23,50 € gibt es mittwochs bis freitags sieben Gänge: etwa in Metaxa geschmorte Spanferkelhaxe, Doradenfilet auf Tomatenrisotto oder ein samtigscharfes Knoblauchsüppchen aus der Provence. Lust? Dann wird es Zeit. Am 30. April ziehen die Schirmachers den Schlüssel ab und ziehen ins Sauerland.

Von hier aus fĂĽr den Ruhestand: noch lange keine kalte KĂĽche!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Preise:

Ambiente:

Service:

Und sonst:

 

 

 

 

Fair kalkuliert.
Zum Beispiel je-
ne Ăśberra-
schungsmenĂĽs
(Fisch oder
Fleisch), mit
denen man gut
fährt

GemĂĽtlichkeit
vor Schickeria.
Man beachte
die Foto-Galerie
von Schauspie-
lern, die sich
hier bekochen
lieĂźen

Aufmerksam
und ganz nah
am Kunden.
“Geht nicht”.
gab es selten.
Wie sagt Frau
Schirmacher:
“Alles Gut!”

War das Reser-
vieren hier
schon immer
ratsam. FĂĽr die
letzten 14 Tage
in der “Schweiz”
sei es unbedingt
anempfohlen!

 

 

 

 

* * * * *

* * * * *

* * * * *

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

April 2017

 

7.175 Euro sind Rekordergebnis für Förderturm-Kids

 

 

von Christa Herlinger

 

 

 

 

 

Wenn Roswitha Schirmacher mit ihrem Körbchen von Tisch zu Tisch zieht, dann wissen die Stammgäste der Schönebecker Schweiz sofort, worauf sie sich freuen dürfen. Liebevoll verpackte Bastelarbeiten bietet die Gastronomin in der Zeit vor Ostern und auch vor Weihnachten an. Die Kinder der Altenessener Förderturmhäuser haben je nach Jahreszeit bunte Hasen, Körbchen, Nikoläuse oder Engel gefertigt. Die Gäste des Restaurants können sie gegen eine Spende erwerben.

„Der Osterhase im Körbchen war diesmal der Renner“, freut sich Roswitha Schirmacher darüber, dass die kreativen Bastelarbeiten der Kinder wie immer gut ankommen. Vor acht Jahren haben die Schirmachers mit der Unterstützung für den Verein „Förderturm – Ideen für Essener Kinder“ begonnen.
Der Verkauf der Bastelarbeiten ist die eine Seite der Hilfe. Die ermöglicht es dem Verein, den Kindern zwischendurch kleine Ausflugsträume erfüllen zu können. Dazu gehören ein Besuch in der Gruga, ein Filmnachmittag im Kino oder aber ein Kurztripp ans Meer. Im vergangenen Sommer war Zandvoort das Ziel der Förderturm-Kids. Roswitha Schirmacher hat die Kinder begleitet. Auch das gehört für sie dazu. Ebenso wie die Einladung der kreativen Basteltruppe in die Restaurant-Räume an der Schönebecker Straße...

 

 

 

 

 

Hier können weiterlesen und Fotos ansehen

 

 

 

 

 

 

Schönebecker
Schweiz

 

 

 

2016

 

 

 

 

 

 

Herzlichkeit in lecker
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2. August 2014

 

„Wir sind schöner, gemütlicher und ein Geheimtipp“

 

 

Statt „Rü Genuss pur“ mal „Schönebeck is(s)t gut“:

 

 

 

 

 

 

 

Stadtteil öffnet Sonntag
seine Gourmet-Meile
Von Thorsten Schabelon

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Borbeck
Kurier

 

Basteln bringt Bares

7. Juni 2014

 

Eheleute Schirmacher unterstützen Föderturm e.V.
Sutterverlag lädt Kinder ein

 

 

 

 

 

 

 

Der Verein „Förderturm - Ideen für Essener Kinder e.V.“ ist eine Herzensangelegenheit für Roswitha und Karl Schirmacher. Seit Jahren unterstützt das Gastronomen-Ehepaar den Verein. Diesmal hatten sie einen Scheck in Höhe von 4.874 Euro für den Förderturm-Präsidenten Armin Holle.

 

 

 

 

 

 

 

 

Roswitha Schirmacher, die Eheleute Sutter, Förderturm-Präsident Armin Holle und Karl Schirmacher (v.l.) freuen sich, dass das Engagement so großen zählbaren Erfolg bringt. 4.874 Euro sind diesmal zusammen gekommen. (Foto: Decker)

 

 

 

 

 

 

 

weiterlesen

 

 

 

 

 

 

2013

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

Reingeschmeckt

6. November 2013

 

Die Gastrokolumne

 

 

 

 

 

 

Von Gisela Winkelmann

In Schönebeck ist „Die Schweiz" seit Jahrzehnten ein Begriff. Gleichwohl die Besitzer über die Jahre mehrfach gewechselt haben. Mit dem Anspruch „die frische Küche im Dorf" zu servieren ist 2007 das Wirts-Ehepaar Karl und Roswitha Schirmacher angetreten.

Das Restaurant ist gemütlich eingerichtet. Helle Holzmöbel und große Bilder lassen den überschaubaren Gastraum, in dem es kaum 20 Tische gibt, gemütlich wirken. Ein Blick in die Karte zeigt eine kleine, aber feine Auswahl gutbürgerlicher Gerichte - und die kommen, so stellen wir wenig später fest, frisch zubereitet und gut abgeschmeckt an den Tisch.

So ist die „überbackene französische Zwiebelsuppe" (5 Euro) merklich kein Fertiggericht. Hier wird das Brot nicht dick mit Käse zugekleistert, die Komposition der Zutaten stimmt, das Preis-Leistungsverhältnis und der Geschmack ebenfalls. Gleiches gilt für den „gebackenen korsischen Hirtenkäse" (5,50 Euro).

Zum Hauptgang ordern wir „Grünkohl mit Kartoffeln, Kassler und Mettwurst" (10,50 Euro) und freuen uns, dass der Wirt nicht auf angestaubte Rezepte mit schwerem Schmalz und allzu fettiger Fleischeinlage zurückgreift. Der Kohl schmeckt frisch, die geräucherte Einlage gibt die richtige Würze.

Von der Tageskarte spricht uns am meisten das „Wildschweinfilet mit Rotweinjus, Spätzle und Rahmwirsing" (22,50 Euro) an. Die Portion ist mit zwei Filet-Stücken üppig bemessen. Die Rotweinjus unterstreicht den feinen Geschmack des Fleisches, das auf den Punkt gegart ist.

Wir beschließen das Menü mit „Kalter Schnauze mit Eis" (8,50 Euro). während die Kalte Schnauze ein wenig an Kindergeburtstage erinnert, hat das Eis mit einem Hauch von Zimt eine herrlich weihnachtliche Note. Unterm Strich ein Essen, mit dem die „Schönebecker Schweiz" ihrem guten Ruf alle Ehre macht.

 

 

 

 

 

 

 

Schönebecker Schweiz
Die frische KĂĽche im Dorf

 â€ž... die frische KĂĽche im Dorf“ - so lautet der Slogan der Schönebecker Schweiz. Obwohl Schönebeck kein Dorf im herkömmlichen Sinne ist, passt diese Eigenbeschreibung ziemlich gut. Denn in dem beschaulichen Stadtteil, nahe der Stadtgrenze zu MĂĽlheim gelegen, wird Beständigkeit und Tradition noch groĂź geschrieben.

         2013

 

 

 

Daher ist es kein Wunder, dass Inhaberin Roswitha Schirmacher uns in ihrem voll besetzten Haus als Neulinge direkt erkennt. „Sie waren noch nicht hier", sagt sie entwaffnend ehrlich. „Ich kenne meine Gäste!" Wer einmal in ihrer Schweiz einkehrt, scheint also regelmäßig zurückzukommen. Wir wollen herausfinden, woran das liegen könnte.

 

 

 

 

 

Der Blick in die Karte verrät: Es gibt ein überschaubares Angebot, aber das hat es in sich. Vom siebengängigen Tapas-Menü, das jeden Monat wechselt und die Köstlichkeiten ferner Länder auf den Tisch bringt, über ein günstiges Drei-Gang-Menü, bei dem sich der Gast überraschen lassen kann, bis hin zu Klassikern wie Cordon bleu, bei dem man keine Überraschungen zu fürchten braucht, ist für jeden Anspruch etwas dabei. Wir fühlen uns von der Chefin gut beraten und lernen, dass wir bei den Hauptgerichten grundsätzlich zwischen Fisch und Fleisch entscheiden können. Dann soll die Küche zeigen, was sie kann. Zum einen ordern wir den „Bretonischen Fischertopf' mit verschiedenen Edelfischfilets, Scampi, Meeresfrüchten und Muscheln in Krustentiersauce sowie mit Bratkartoffeln für 21 Euro. Die andere Wahl fällt auf ein tagesaktuelles Angebot: Ein provenzalischer Grillteller mit Folienkartoffel (19,50 Euro). Was bei beiden Gerichten sofort auffällt: Der Koch versteht sein Handwerk. Der Fisch hat durchweg eine wunderbare Konsistenz und entfaltet in der würzigen Soße einen vollen Geschmack - da verputzt selbst der Muschel-Muffel seine Portion bis auf das letzte Schalentier. Der Grillteller mit Rumpsteak, Rinderfilet, Lamm und einer herrlich pikanten Merguez-Wurst hat nur einen Nachteil -das perfekt zubereitete Fleisch ist einfach zu schnell gegessen. Wir wollen mehr! Erholung von dem Verlust verspricht der kleine Käseteller mit drei verschiedenen Sorten Landkäse aus dem Süden Frankreichs (7,50 Euro). Eigentlich müsste man zu dieser Nachspeise einen der zahlreichen Weine aus aller Welt testen, doch dummerweise hat der Weintrinker versprochen zu fahren. Da bleibt wohl nur eine Maßnahme: Regelmäßig hier einkehren, wie alle anderen Gäste der Schönebecker Schweiz. Wir kommen wieder, Frau Schirmacher! cinf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schönebecker Schweiz

 

 

 

 

 

 

         2013

 

 

 

 

 

Mediterrane, saisonale KĂĽche.
10 Hauptgerichte von € 10 bis
€ 24; Zwei Menüs von € 29 bis
€ 39
. Tische: 16; Plätze: 66. Terr.
Das Haus empfiehlt:
Salat von Puy-
Linsen mit gebratener Chorizo und
weiĂźem Tomatenschaum; Loup de
Mer als Filet auf Mango-Ratatouille
und Couscous; Barbarie Entenbrust
auf confiertem Rhabarber und
Kartoffelstampf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schönebecker Schweiz
…bis ans Meer

Der Name „Schönebecker Schweiz“ irritiert, denn im Restaurant von Roswitha und Karl Schirmacher werden weder Fondue, Rösti oder Raclette serviert noch gibt es hier entsprechende alpine Ver-schönerungen. Eher geben die provenzalischen Ölbilder an den Wänden einen Fingerzeig auf die kulinarische Ausrichtung des Hauses.

         2012

 

 

 

 

 

 

Des Rätsels Lösung: Als die Schirmachers im Mai 2007 nach erfolgreichen Jahren ihr Restaurant Stop-Club in der Weststadt aufgaben um im Herzen Schönebecks das Lokal zu übernehmen, wollten sie den alten, eingeführten Namen der Wirtschaft nicht ändern.

Ein Bekenntnis zu Tradition, das den Schönebeckern gefällt. Befreundete Pärchen und ganze Familien treffen sich hier zum Schnack. Das Menü mit sieben Kleinigkeiten rund um das Mittelmeer bietet da ständig neuen Gesprächsstoff. Auch schön: das Überraschungsmenü, wahlweise mit drei oder vier Gängen, zum Preis von 25,00 bzw. 35,00 Euro. Keine Sorge bei der Auswahl: Die Schirmachers erfüllen Sonderwünsche, wann immer es geht.

Außerhalb der Vorspeisenkarte, die ein Spektrum der spanischen Tapas-Küche, warme Starter und Suppen bietet, gibt es für uns drei äußerst leckere Merguez-Würstchen auf einem Salatbett zum Preis von 9,50 Euro. Ebenfalls überzeugend, weil hausgemacht, ist die fruchtig-scharfe Tomatensuppe als zweite Vorspeise (4,80 €).

Eine gute Wertung geben wir auch für die Hauptgänge ab: Der Fischgrillteller nach Tageseinkauf mit Muscheln und Scampi (21,00 €) wird mit einer Schnitte Lachs und zwei Steinbeißer-Tranchen serviert. Die Muscheln, neuseeländische Greenshells beeindrucken durch Größe. Und die Scampi – auch sie groß und mit festem Fleisch – liegen in einem wirklich ausgezeichneten Olivenöl. Neben der Kartoffelbeilage gibt es dazu einen grünen Salat mit Tomatenspalten, der mit einer süßen schmackhaften Vinaigrette angemacht ist. Der Bretonische Fischertopf mit Muscheln, Scampi und Bratkartoffeln als zweiter Hauptgang (19,80 €) ist eine eigenwillige, aber insgesamt sehr stimmige Kreation. Fische und Meeresfrüchte wurden kurz angebraten und dann im Pfännchen mit der Bretonischen Fischsuppe gegart. Lecker ist das!

Die Schönebecker Schweiz verfügt über eine international aufgestellte Weinauswahl. Wir probieren den offenen argentinischen „Flagtree“ (4,90 € pro 0,2 l) – eine sehr dichte Cuvée von Malbec, Merlot und Cabernet Sauvignon und den Rosso Toscano Traluna, den ein schöner Sangiovese-Anteil auszeichnet (6,20 € pro 0,2 l). Kleine Kritik: beide Rotweine werden leider etwas zu warm serviert.

Einem Dessert  fĂĽhlen wir uns an diesem Abend nicht mehr gewachsen, auch wenn die Karte mit Mousse au Chocolat und Crème BrĂ»lĂ©e ihre Fänge nach uns auslegt. Dass muss also bis zu einem nächsten Besuch warten.                                          

 

 

hsc

 

Mahlzeit
Bitte kein Butterspray

Wochenende

 

Lars von der Gönna

17. September 2011

 

 

 

 

Als erstes muss ich mich an dieser Stelle bei Wolfram Siebeck entschuldigen. Kürzlich habe ich ihn hier Wolfgang genannt. Du liebe Güte, das ist ja wie Angelika Merkel oder Walter Jauch. Ich schiebe es auf Urlaubsreife. Kulinarische Erholung war allerdings leichter gesagt als getan. Ich kam in den USA unter die Räder einer Esskultur, von der wir vermutlich nur noch ein paar Jahre entfernt sind. Wenn Sie nicht richtig viel Geld ausgeben, ist es äußerst schwierig, dort schön essen zu gehen. Die amerikanische Mittelklassefamilie findet nichts dabei, in fernseherbeschallten Läden, Portionen in Hutschachtelgröße zu ordern, die Hälfte davon in Styropor verpackt mit nach Hause zu nehmen und anderntags als hässliche Pantomime der längst vergessenen Kulturtechnik des eigenständigen Kochens aufgewärmt aus der Microwave zu zaubern.

In einem Lokal, das selbst an der Ostküste Wertschätzung genießt, wirft man die Erdnussschalen auf den Boden. Pseudofröhliche Mitarbeiter fegen den Dreck der Gäste unentwegt zusammen. Auf ihren T-Shirts steht „I love my Job". Ich bin mir dessen nicht so sicher.

Die Supermärkte drüben sind groß wie Vergnügungsparks, aber 80 Prozent des Sortiments sind denaturierter Kokolores zum Auftauen oder Anrühren. In einem Kino entdeckte ich vor dem Saaleingang eine Art Seifenspender: Man durfte sich kostenlos Butteraroma aufs Popcorn sprühen.

Nicht nur, weil ich unter Schock stehe, sehe ich die Küche hier jetzt mit anderen Augen. Schätzen wir Restaurants von nebenan, in .denen es noch echte Köche gibt und nicht nur Steaks! Bei einem habe ich mich von all dem erholt: Karl Schirmacher macht in der „Schönebecker Schweiz“ nicht viel Gewese. Er kocht frisch und gut. Er kann sein Handwerk und wir können uns darauf verlassen. Der Altmeister hat sich einen Jungkoch aus Düsseldorf ins Team geholt die beiden ergänzen sich fabelhaft, nicht nur beim raffinierten Gruß aus der Küche: einer Weißwurst vom Perlhuhn! Neu: Das dreigängige Überraschungsmenü für preisfaire 25 Euro. Mein Favorit im September aber bleibt (wochentags!) ein 7-gängiges Tapas-Menü aus sieben Landern für 19,50 Euro. Amerikaner würden völlig von den Socken jubeln: Awesome!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Essen geht aus! 2010/2011

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schönebecker Schweiz
Lange war ich nicht mehr hier. Über zehn Jahre mag es her sein, dass ich zuletzt in diesen Räumlichkeiten gegessen habe. „Schönebecker Schweiz" hieß das Restaurant damals zwar auch, Einrichtung und Küche haben sich allerdings geändert. Was wird uns also erwarten? Eine gemütliche Atmosphäre, so die erste Antwort kurz nach dem Eintritt. An der Theke werden mein Sohn und ich überaus freundlich empfangen und zu einem Tisch geleitet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mediterran
Rang 5

 

 â€žIch mache Ihnen erst einmal Licht", lächelt die Bedienung und zĂĽndet die Kerze an. Die Getränkefrage ist schnell geklärt: Mein Ă„ltester möchte eine Spezi, ich wähle eine Apfelschorle. Der Preis-Tachometer steigt auf 5 Euro. Interessiert begutachtet mein junger Begleiter die kunstvoll gefaltete Stoffserviette und nimmt die Speisekarte entgegen. Eigentlich braucht er die gar nicht, denn seine Hoffnung, heute sein Leibgericht Rumpsteak aufgetischt zu bekommen, erfĂĽllt ihm die Bedienung durch die Bekanntgabe der Tagesgerichte. „Möchtest Du vielleicht eine kleinere Portion haben?" wird mein Sohn gefragt, der heilfroh ist, nicht auf spezielle Kindergerichte verwiesen zu werden. Ich hingegen studiere die vielfältige Auswahl. Die kulinarische Reise, so lese ich, fĂĽhrt in diesem Monat mit „Mediterranen Köstlichkeiten in sieben kleinen Gängen" (18,50 Euro) auf die Insel Mallorca. Ohnehin zieht es den KĂĽchenchef zum Beispiel auch mit provenzalischen Köstlichkeiten eher in sĂĽdliche Gefilde. Doch auch mir steht nach Sinn nach einer klassischen Fleischspeise. Die Wahl fällt auf ein Pfeffersteak.

Zu Beginn werden uns vier Brotscheiben, eine nachhaltige Knoblauchmayonnaise und Bruschetta aufgetischt. Kurz darauf folgt der kleine Beilagensalat. Sehr lecker, aber vor allem mein Sohn wartet gespannt auf sein Leibgericht, natürlich mit Pommes Frites. Der große Moment ist da. Die Kräuterbutter auf den Steaks zerläuft mit dem Wasser in unseren Mündern um die Wette - und verliert. Schon der Anschnitt und der erste Biss erweist sich als genussvolle Offenbarung. So muss ein Steak sein: wunderbar saftig und gehaltvoll im Geschmack. Ich muss meinen Sohn bremsen, die Nachbarn nicht mit lauten Jubelgeräuschen zu behelligen. Aber Recht hat er: Lange nicht mehr ein so leckeres Stück Fleisch gegessen. Im Ernst: Unsere Gaumen schlagen bis zum letzten Stück wahre Purzelbäume. Unterstützt wird der Geschmack auf meinem Teller durch eine sehr feine, im Nachgang genau richtig scharfe Pfeffersauce. Und, nun gut, Pommes sind eben meistens Pommes. Ob wir eine Nachspeise wünschen, werden wir gefragt. Doch, bei aller Liebe, dafür ist einfach kein Platz mehr da. Sehr angetan sind wir zu guter letzt auch bei einem Blick auf die Rechnung: 18,50 Euro für das „Mustafas Erbe" genannte Pfeffersteak. Für die angekündigte kleine Portion Rumpsteak meines Sohnes wurden unterdessen 12,50 Euro berechnet, obwohl ein Größenunterschied mit bloßem Auge nicht auszumachen war. „Kinder sehr gerne willkommen", so deuten wir diese Geste.

 

 

 

 

MaFu

Borbecker Nachrichten 2010

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

PDF-Datei öffnen

 

 

 

 

 

 

 

 

Essen geht aus! 2009/2010

 

 

Schönebecker Schweiz                                 MEDITERRAN: Rang 3
Kreuzfahrt nach Sardinien

Der Kurztrip in die Provence lässt sich nicht gut an. Eine gewaltige Gewitterfront steht zwischen uns und unserem kulinarischen Ziel, der Schönebecker Schweiz. 200 Meter vor dem Ziel ist die Fahrt tatsächlich zu Ende.

 

 â€žSie können nicht weiterfahren. Ein Ast liegt quer ĂĽber der StraĂźe", klärte uns der freundliche Polizist auf. Also weiter zu FuĂź bis zum neuen Restaurant der Schirmachers, dem zwar leider der Innenhof des Vorgängers Stop-Club fehlt, das aber ansonsten weiträumig und gemĂĽtlich daherkommt: die Wände sonnengelb, die Deko mediterran. Und natĂĽrlich haben die alten SchwarzweiĂźfotos einen neuen Platz gefunden.

Während sich die Kinder das Cordon bleu mit Pommes (15,50 Euro) teilen wollen und sich ihre Salatkomponenten selbst aussuchen dürfen, schaffen wir es wieder nicht, Karl Schirmachers provenzalische Leidenschaft auf die Probe zu stellen. Zwischen Bouillabaisse (12 Euro) und bretonischem Fischertopf (21 Euro) steht - wie so häufig - das monatliche Tapas-Menü (18,50 Euro). Erstmals legt das kulinarische Kreuzfahrtschiff auf Sardinien an, und die sieben Gänge klingen gar zu verlockend. Wir folgen der Weinempfehlung (der Colle dei Tigli vom Weingut Lenotti, Flasche 16,50 Euro, ist ein fruchtig leichter Sommerwein), ordern dazu die obligatorische Flasche San Pellegrino (4,80 Euro) und lassen uns die Appetizer schmecken: Bauernbrot mit Aioli und Kräuterquark - eine Hommage an das Lieblingsland der Schirmachers.

Der erste Gang ist eine Bottarga von der Meeräsche mit Olivenöl. „Gepresster Fischrogen, ganz dĂĽnn gehobelt", klärt die Chefin auf. Danach kommt eine gefĂĽllte Tomate mit dem klangvollen Namen Pomodoro Ripieni sowie eine sardische Fischsuppe. Sämig, einer Tomatensauce ähnlich, schmeckt die Cassola, garniert mit einem groĂźen StĂĽck Fisch und einer Riesenmuschel. Ăśbertroffen wird sie aber noch vom Gratin von Artischocken mit Pecorino und Landschinken. Während die inzwischen gesättigten Kids bei einer Cola (0,3 l 2,20 Euro) der Feuerwehr beim Räumen des Baumes zusehen, werden wir mit Ragout vom Wildschwein mit Rosmarin und Polenta verwöhnt. Die Polenta ĂĽberraschend leicht und locker, das Windschwein zart und kräftig. Nach dem Fleischgang noch Spaghetti mit Garnelen? Unsere Bedenken zerstreut der KĂĽchenchef. Die Fischgänge seien sonst zu nah beisammen, erklärt Karl Schirmacher und wir folgen artig. Als schmackhafter Abschluss erweist sich das Dessert: gebackener Gorgonzola in Strudelteig auf Kirsch-Pfefferkompott. Das Käse-säckchen angenehm mĂĽrbe, die Kirschen eine tolle Ergänzung. Das Eis, so die minderjährigen Mitesser, sei auch gut gewesen. Es sei ihnen gegönnt. Sechseinhalb illustre Gänge reichen allemal.             pek

 

 

WAZ - Samstag 24.10.2009

 

 

 

 

 

Es geht um die Wurst

Cordon Bleu vom Kasseler auf Rahmsauerkraut

Wochenende

 

 

Zutaten:
4 Kasseler Cordon Bleu vom
Fleischer Ihres Vertrauens!
8 Scheiben Blutwurst ohne Pelle
2 Eier, Paniermehl, Pfeffer,
Butterschmalz

FĂĽr das Rahmsauerkraut:
300 g Sauerkraut, frisch
aus dem Fass,
1/4 l FleischbrĂĽhe,
1 kl. Zwiebel, 2 Nelken,
2 Lorbeerblätter, 1 Möhre,
1 Apfel, 125 ml. Sahne,
etwas Butterschmalz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Karl Schirmacher ist KĂĽchenchef in Essen.
 Foto: Frank Vinken

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Topf die feingehackte Zwiebel und Möhre im Butterschmalz anschwitzen. Sauerkraut zugeben, mit der Fleischbrühe auffüllen und bei kleiner Hitze 30 Minuten bei offenem Deckel köcheln lassen. In der Zwischenzeit die Kasselertaschen mit der Blutwurst füllen und einfach zusammenklappen. Nicht salzen!, sondern nur pfeffern, leicht in Mehl wenden, durch die verschlagenen Eier wälzen und dann panieren. Im Butterschmalz bei leichter Hitze von beiden Seiten goldbraun braten. Inzwischen den Apfel fein reiben und unter das vom Herd genommene Sauerkraut geben, Sahne unterheben. Das Rahmsauerkraut mittig auf den Tellern einrichten, die Cordon Bleu aus der Pfanne nehmen und schräg aufschneiden. Hochkant auf dem Kraut anrichten, eventuell mit frischen Krautern garnieren. Dazu passen kleine Kartoffeln oder auch Püree.

 

 

 

 

 

 

 

 

.Karl Schirmacher ist Küchenchef des Restaurants „Schönebecker Schweiz" in Essen. Eigentlich gilt seine Liebe der Provence, aber auch bei Klassikern wird er gerne schwach. Wurst in der Küche ist für ihn eine Wunderwaffe. „Das Spannende ist ihre vielfältige Ersetzbarkeit. Ich liebe es, mit Wurst in der Küche zu arbeiten", sagt Schirmacher, der gerne über den Rand der Deutschlandkarte guckt, auch wenn „in Hessen der Himmel voller Würste hängt". Italien, Frankreich, Spanien - „alles Wurst-Paradiese, man braucht nur Neugier!" Dass Wurst in seiner Zunft lange passe" war, erklärt Schirmacher: „Wir haben eine Zeitlang zu sehr nach der Nouvelle Cuisine geschielt und das typisch Regionale, den Mut zum Bodenständigen verloren. Mit Wurst kochen, heißt auch: ehrliche Küche machen!" LvG
 

 

 

 

 

 

Essen geht aus! 2008/2009

 

 

 

 

 

 

Schönebecker Schweiz
Lotte im Land des Rehakles

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem Aus fĂĽr den Stop-Club vis-a-vis haben sich Roswitha und Karl Schirmacher
mit der Schönebecker Schweiz ein neues kulinarischen Heim geschaffen. Die Farb-gebung der Räume ist mediterran; ein Schwerpunkt auf der Speisenkarte ist die pro-venzialische (Fisch-)Küche. Geblieben ist die Tradition, jede Woche ein aktuelles Menü zu kreieren. Für 28 Euro kommen (nach Brot mit Aioli und Bruschetta) drei Gänge auf den Tisch. Der Salat vom weißen Spargel mit Crevetten mundet hervor-ragend, da ein mildes Dressing den leicht süßlichen Geschmack des Spargels auf einigen Salatblättern wunderbar zur Geltung kommen lässt. Die Crevetten sind auf den Punkt gebraten und passen einfach nur gut zu dem Edelgemüse. Weil gerade frische Dicke Bohnen zu haben sind, wurde das Duett vom Steinbeißer und Seeteufel
auf eben solchen gebettet. Mit lockerem Reis als Beilage avanciert die Sauce, die eine kräftige Pastisnote trägt, zu einer leicht dominanten Beigabe. Die Lotte ist Dank ihres wundervollfeinen Geschmacks das Highlight des Menüs.

Der SteinbeiĂźer ist fĂĽr sich schlicht ein Genuss. Als sĂĽĂźer Abschluss werden Panacotta auf Himbeermark mit Meloneneis gereicht. Der Schlankmacher der Saison
zergeht mit den Beeren auf der Zunge. Auch das Eis schmeckt fast noch besser, als
die frische Frucht. Mit Schokoladensoße hatte es die Küche allerdings ein wenig zu gut gemeint und diese eine Spur zu großzügig über allem verteilt. Für sein Tapas-menü (17,50 Euro) ist die Schönebecker Schweiz weithin berühmt. Monatlich wechselt dabei das „Gastgeberland"

Griechisch waren die sieben Gänge bei unserem Besuch: gebackene Aubergine mit Tzatziki. Lecker, nicht zu knofelig, Der Bauernsalat mit Tomaten, Oliven und Schafs-käse ist unspektakulär. Das gebratene Steinbeißer-Medaillon mit Kräutern und Räucherreis kennen wir schon aus dem Monatsmenü. Die Erwartungen an das Wildschwein (in Weißwein gegart) mit Zitronenkartoffeln sind nach den Leckereien, die bisher den Gaumen verwöhnt haben, hoch. Der Geschmack ist bestens, allerdings finden wir das Fleisch leicht trocken. Wer gefüllten Artischockenboden mag, wird sich über den nächsten Gang besonders freuen. Kommt dieser doch mit Lachs, Kapern und grünen Oliven auf den Teller. Der Lachs ist zu einer fluffig-sahnigen Mousse verarbeitet; insgesamt ist die Füllung für den kräftigen Geschmack der Artischocke vielleicht einen Hauch zu dezent ausgefallen. Der Schafskäse vom Grill mit Honig und Olivenöl führt trotz bereits einsetzender Sättigung zu einem breiten Grinsen. Lecker. Als siebter Gang kommt eine Spezialität auf den Dessert-teller, die man hierzulande selten bekommt: Brotpudding aus Korfu mit Pistazieneis und Metaxasauce. Nett, diese Süßspeise aus dem Lande Rehakles probiert zu haben.

Zu den diversen Menüs und Gerichten werden auf einer kleinen Weinkarte Flaschenweine zwischen 16 und 45 Euro angeboten, offene Weine (0,2 l) sind um die fünf Euro zu haben. Die dienstbaren Geister fragen immer wieder nach, ob alles passt. Sicher doch! Und auch die Hausherrin gibt den Gästen mehrfach Gelegenheit, die gute Küche zu loben. Das tun wir doch gerne.

 

 

 

 

stebl

 

 

 

 

 

RUHR REVUE   4. Quartal 2007

 

 

 

 

 

 

Zuhause in Essens Schweiz

 

 

 

 

 











An der Erinnerungswand hängen wieder Caterina Valente, Götz George & Co., nur dass sie jetzt nicht mehr in der Essener Weststadt hängen, sondern im „Dorf". Und statt im „Stop-Club vis-à-vis" bewundern die Gäste die Berühmtheiten jetzt, ganz dörflich, in der „Schönebecker Schweiz". Aus dem Stop-Club hatten Roswitha und Karl Schirmacher ausziehen müssen, als der Hauseigentümer starb, Erich Kühnen,

 

Künstler-Agent und Chef der Berliner Theater-Tournee, und es Probleme mit den neuen Eigentümern gab. Da kam das Angebot ganz recht, das Haus im Essener Stadtteil Schönebeck zu übernehmen.

 

Das hat seit 1890 eine bewegte Geschichte: Bis 1932 war es bekannt als Weinhandlung Schuh, die dann von einer Großtante jener Gummersbachs gekauft wurde, die in direkter Nachbarschaft, aber in Borbeck, das „Restaurant Gummersbach" führen. In den 50er-Jahren wurde das Haus Restaurant, und die neuen Besitzer erfanden den schönen Namen „Schönebecker Schweiz", weil, erzählt Roswitha Schumacher, „hier drumherum nur Grün war, alles Land-wirtschaft. Und die paar Häuser und Höfe, das war wirklich ein Dorf. Und die Leute hier nennen Schönebeck immer noch so, und obwohl es so dörflich ja nun nicht mehr aussieht, werden wir bald draußen eine Dorf-Terrasse haben. "Den Namen haben sie lieber nicht geändert, „weil den einfach jeder kennt", aber das alte, inzwischen dann auch

 

altmodische Haus haben sie gründlich renoviert und „aus dem Dornröschenschlaf geweckt" - man sieht's schon von außen am sonnigen Anstrich. Und noch etwas hat der Frankreich-Fan Karl Schirmacher nicht geändert: seine engagierte und weithin bekannte Küche - schließlich ist er in Südfrankreich geboren, „und seit 45 Jahren fahren wir jedes Jahr dorthin". Da machen die beiden nicht nur Urlaub; sie bringen natürlich auch neue Ideen mit. Und weil Spanien ja nicht mehr so weit ist und Italien schon gar nicht, kann es sein, dass Karl Schirmachers berühmtes „Tapas-Menü“ mal eine „Reise nach Italien ist…“

 

Weil der „Stop-Club" eine Legende unter den Gourmets war, „kommen alle Stammgäste wieder, dazu die Leute aus dem Dorf und Gäste aus ganz NRW - wir wissen seit der Eröffnung Anfang Mai kaum noch, wo uns der Kopf steht", sagt Roswitha Schirmacher. Die Gäste erwarten die speziellen Fein-heiten der Mittelmeer-Küche:

Roher Pyrenäenschinken 14.80 oder 7.80 €, je nach Portionsgröße), Gebackene scharfe Chorizo (2.80 / 5.60 €), Französische Land-pastete mit Oliven (3.80 / 6 €) oder

 

Warmer korsischer Schafskäse mit Tomaten in Olivenöl (4.80 / 8.50 €); Bretonischer Fischertopf mit Edelfischen,Scampi, Muscheln und Meeresfrüchten in Krusten-tiersauce mit Bratkartoffeln (19,50 €), Sizilianisches Pfeffersteak mit Kartoffelgratin und Salat in Balsamico (19,50 €], aber auch „Altdeutscher Haustopf" - Filets vorn Rind und Schwein mit Pfifferlingen auf Bratkartoffeln (18 €). Und ganz französisch und neu bei Schirmachers: auf einer dreistöckigen Etagere auf Eis servierte Meeres-früchte „von höchster Qualität, Zusammenstellung ganz nach Wunsch". Damit es auch ganz frisch ist, sollte man am Tag zuvor vorbestellen (ab 38 € pro Person). Im Juli haben die Schirmachers dann auch ihren zweiten Umzug bewältigt: in die Wohnung über dem Restaurant. „Wenn wir das alles schon vor zwei Jahren geahnt hätten..."Da war ihnen die Schweiz schon mal angeboten worden. Aber „da hatten wir gedacht, im Dorf würde das nicht funktionieren. Jetzt sind wir glücklich hier."

Kein Wunder: Die beiden wohnen schon seit 25 Jahren im Dorf Schönebeck, „wir sind von der Heimat in die Heimat gezogen!"
 

Essen geht aus!   2007/2008

 

 

 

 

 




 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schönebecker Schweiz

Ein Haus voll Sonnenschein

 

 

 

 

Es gibt Restaurants, die sollte man unbedingt im Hellen besuchen, und die „Schönebecker Schweiz" gehört unbedingt dazu. In fröhlichem Sonnengelb strahlt die Einrichtung des frisch renovierten alten Gasthauses im dörflichen Essener Stadtteil Schönebeck, und wenn an langen Sommerabenden die Sonne tief steht, schimmert das Laub der Bäume goldgrün durch die Fenster, die dann wie impressionistische Gemälde wirken. Diese Bilderbuch-Atmosphäre passt zur Karl Schirmachers süclfranzösisch inspirierter Küche, als sei sie extra dafür geschaffen - und sie ist es auch. Bis zum Frühjahr hatte Schirmacher mit seiner Frau Roswitha den „Stop-Club vis-ä-vis" im innenstadtnahen Westviertel betrieben, der unter den Freunden der mediterranen Küche als Geheimtipp galt, bis die beiden das lieb gewonnene Domizil verlassen mussten. Doch der Umzug an den Stadtrand war ein Volltreffer. Nicht nur die alten Stammgäste haben den Umzug mitgemacht, auch die Schönebecker sind vom neuen Gewand ihres alten Dorfgasthofs begeistert. Wohlweislich hat Karl Schirmacher das erfolgreiche Konzept seiner Küche nicht verändert. Mit verschiedenen Aktionen wie dem siebengängigen Tapasmenü (16,50 Euro), das nicht nur ein Potpourri von Vorspeisen aus Spanien, sondern auch aus anderen Mittelmeerländern bringt, monatlich wechselnden Saisongerichten oder dem Sonntagsmenü erfüllt er alle Urlaubssehnsüchte auf kulinarische Weise.

Dass er die Duft- und Kräuterküche des Mittelmeeres aus dem Effeff beherrscht, zeigt er immer wieder. So war der Vorspeisenteller, den ich mir aus zwei kleinen Portionen von der Vorspeisenkarte zusammenstellen ließ, eine beglückend herzhafte Sache. Die gebratene Chorizo (2,80 Euro) war scharf wie die Sünde, und die französische Landpastete (3 Euro) herrlich abgeschmeckt. Pfiffig auch die Beilagen zum bretonischen Fischspieß. Das Linsen-Apfelgemüse war in Calvados geschmort, und das Couscous mit Minze orientalisch aromatisiert. Der Fischspieß selbst, eine Art Schaschlik aus verschiedenen Fischsorten, war tadellos gegrillt, doch leider entsprachen die weiteren maritimen Beilagen, die das Gericht rein optisch zu einem Augenschmaus machten, nicht ganz den Erwartungen, die sie erweckten. Die beiden Pfahlmuscheln waren zäh, und bei den ungeschälten Scampi war der Darm nicht entfernt. So sehr ich mich über den äußerst fairen Preis von 14,40 Euro für das Gericht freute - ich wäre bei der gelungenen Präsentation durchaus bereit gewesen, für edlere Zutaten ein paar Euro mehr zu bezahlen.

 

 

 

 

-köpf

 

 

 

 

 

PRINZ   Ruhrgebiet August 2007

 

 

 

 

 

 

  NEU IN ESSEN: SCHĂ–NEBECKER SCHWEIZ

 

   MEDITERRANES HEIMSPIEL VOR VOLLEM HAUS

 

 

 

 

 




 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Ich muss täglich bis zu 80 Leute wieder nach Hause schicken", gesteht Karl Schirmacher. Gleichzeitig wundert er sich: "diesen Andrang kann ich mir überhaupt nicht erklären. Eigentlich koche ich doch wie immer." Allerdings an einem anderen Ort: Roswitha und Karl Schirmacher sclossen ihren "Schauspielertreff" Stop-Club vis-à-vis, den sie seit 1996 am Rand der Essener City führten, uns servieren ihre frankophile Frischeküche jetzt im Restaurant Schönebecker Schweiz. "Die Zeiten, da es sich Promis wie Götz George und Caterina Valente bei uns gut gehen ließen, sind längst vorbei", räumt er ein. und warum der Umzug nach Schönebeck? "Weil wir dort wohnen und jetzt ein Heimspiel haben". Ein weiteres Erfolgsrezept könnte Schirmachers Tapasreise rund ums Mittelmeer sein. In sieben Gängen und monatlichem Wechsel stellt sein Probiermenü die unterschiedlichen Landesküchen vor. Reiseziel im August: Griechenland.

 

 

 

 

 

HEiNZ   DAS INFO-MAGAZIN FĂśR ESSEN  08-2007

 

 

 

 

 

 

Die Küche ist französischsprachig

 

Schönebecker Schweiz

 

 

 

 

 

Mit mehr als einem weinenden Auge mussten Roswitha und Karl Schirmacher das Restaurant Stop-Club, seit 1967 in der Essener Weststadt, schließen. Seit Mai ist aber mit der Schönebecker Schweiz eine schick renovierte neue Bleibe gefunden, die das Publikum begeistert aufnimmt. Das liegt vor allem an Karl Schirmachers Küche, die Spezialitäten aus der Provençe mit regionaler

 

 

und saisonaler Frischeküche aus täglichem Einkauf verquickt. Bei den vielen Stammgästen wird insbesondere das Tapas-Menü sehr goutiert, das monatlich das Länder-Motto wechselt - sieben kleine feine Gänge für 16,50 Euro. Drei feierliche Gänge verspricht das kombinierbare Tagesmenü (26,00 Euro), das mit einem sehr frischen und exquisit kombinierten (Melisse) "Wildkräutersalat mit gebratenen Pfifferlingen und Honig" anhebt. Eine perfekt reduzierte Schneckensauce in der Manier traditioneller französischer Küche krönt ein saftiges Filet Mignon im Hauptgang, ehe drei kleine Rohmilchkäse aus dem Reservoir des Nachbarlandes das Festmahl abschließen. Bemerkenswert ist die lockere Souveränität des Services, dessen Weinempfehlung, ein kräftig-eleganter 2005er Syrah Moulin de Gassac (Flasche 16,00; 0,2 l Glas 4,80) mit vielen Fruchtaromen, sich als gutklassiger Begleiter entpuppt. Mit den 30 neuen Außenplätzen wird die Kapazität des Restaurants wohl noch in diesem Sommer wachsen, bisher ist aber eine Tischreservierung unbedingt erforderlich.

 

 

 

 

 

Borbecker Nachrichten  Donnerstag 5. Juli 2007

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Schönebecker Schweiz lockt mit frischer Küche

 

Roswitha und Karl Schirmacher starteten mit Erfolg
 

Ein gastliches Haus ist
die Schönebecker
Schweiz. Links wollen
Roswitha und Karl Schirmacher noch
eine Terrasse hin-
bauen, damit die Gäste -
wenn das Wetter bes-
ser wird - drauĂźen das
Leben genießen können
wie in Frankreic

Spenden statt Blumen wĂĽnschten sich Karl und
Rowitha Schirmacher zur
Eröffnung der Schönebecker
Schweiz. Das Ergebnis
konnte sich sehen lassen.
Die Beiden ĂĽberreichten
Sr. Bernadette vom Cosmas
und Damian-Hospiz in
Bedingrade den stolzen
Betrag in Höhe von 1500 €.













 

Der liebe Gott hat´s gut. Wenn er mal essen will wie in Frankreich, dann braucht er sich nicht mehr groß auf den Weg zu machen. Ein paar Schritte reichen, dann ist er in der "Schönebecker Schweiz" und gut aufgehoben bei Roswitha und Karl Schirmacher, die jüngst - fast vis a vis der Kirche von St. Antonius Abbas - "Schönebecks frische Küche" neu eröffnet haben.
 

Das war im Mai. Und seit dem geht´s rund an der Schönebecker Straße. "Es tut mir leid" sagt Roswitha Schirmacher, "das wir so viele Gäste wieder nach Hause schicken müssen. Aber das Restaurant ist fast immer ausgebucht. "Auch wer telefonisch einen Tisch reservieren möchte, muss etwas Geduld haben. Ein, zwei Wochen kann die Wartezeit schon betragen. Doch Tische zusammenrücken, um mehr Platz zu gewinnen, kommt für die Schirmachers nicht in Frage. "Das geht auf die Qualität!" Klarer Fall, das geht nicht.

Die Beliebtheit kommt nicht von ungefähr: Schließlich haben die Schirmachers viele Jahre lang den legendären "Stop Club" im Essener Westviertel erfolgreich geführt und dort der provençalischen Küche zahlreiche neue Freunde zugeführt.

"Unsere Stammgäste vom Stop Club waren schon alle hier" sagt Roswitha Schirmacher und neue Liebhaber der mediterranen Frische-Küche schienen in Schönebeck nur auf die Neueröffnung der Schirmachers gewartet zu haben. Eigentlich auch kein Wunder. Schließlich wohnen die Schirmachers im Sprengel, sind also in Schönebeck nicht ganz unbekannt.

Frische Zutaten, Olivenöl. Tomaten, Gemüse, Kräuter: Die Küche der Provence ist vielseitig. Kreativ ist Karl Schirmacher, der familiäre Bindungen nach dem Süden Frankreichs hat und daher seit langem eine Vorliebe für Kräuter und Gewürze, Ratatouille und Bouillabaisse hegt.

Doch keine Bange: Zürcher Geschnetzeltes und der Altdeutsche Haustopf mit Filets vom Rind und Schwein haben die Schirmachers nicht von der Spreisekrte verbannt, denn hinter der Pfanne steht ein Koch, der nicht künstlern will, sondern so lecker kochen, dass vom Kind bis hin zur Oma llae glücklich werden können.

Viel Arbeit hatten die Schirmachers, schon bis zur Eröffnung gab es alle Hände voll zu tun. Liebevoll renoviert und neu gestaltet wurden Küche und Räume de Restaurants. Im hinteren Raum finden weiter Gesellschaften ihren Platz und auch die gepflegte Kegelbahn ist in Betrieb.

Arbeit liegt auch noch vor ihnen. Draußen möchte Roswitha Schirmacher z.B. eine kleine hübsche Terrasse bauen, damit die Gäste den Sommer - wenn er denn bald kommen sollte - genießen können, als wäre der Garten Frankreichs in der Schweiz zu Gast, in der Schönebecker.

 

 

 

 

WIR IN BORBECK   29. Juni 2007

 

 

 

 

WIR IN BORBECK

 

 

Schönebecker Schweiz: Sammlung für Cosmas und Damian Hospiz

 

Neueröffnung mit großartigem Erlös

 

 

Zur Neueröffnung des Restaurants “Schönebecker Schweiz” an der Schönebecker Straße 30 hatte das Inhaber-Paar Roswitha und Karl Schirmacher eingeladen. Anlässlich dieses Abends wurde für das Hospiz Cosmas und Damian an der Laarmannstraße 14 gesammelt. Auf Geschenke wurde verzichtet, sodass alle gut gemeinten Gastgeschenke in einen Erlös von insgesamt 1.500,-- € dem Hospiz zu Gute kamen. Am 15. Juni 2007 überreichten Roswitha und Karl Schirmacher der Leiterin des Hospizes, Bernadette Meyer, einen Scheck.

Auch am Juli lohnt sich wieder ein Besuch der, “Schönebecker Schweiz” - die kulinarische Reise beinhaltet im kommenden Monat Tapas-Spezialitäten aus Italien.

 

 

 

 

 

WAZ  Samstag 25. Juni 2007

 

 

 

 

 

Mahlzeit

In der schönen Schweiz

Wochenende

von Lars von der Gönna

 

 

 

 

 

 

Wie das mit liebgewordenen Adressen so ist: Ein Aufschrei ging durch die Fangemeinde des Essener “Stop-Club vis-á-vis”, als sich das Haus nach Jahren provencalisch angehauchter Gastlichkeit zur Schließung entschied. Doch dauerte die Trauer der Stammgäste nur einen Wimpernschlag und mündete alsdann in spitze Schreie des Frohlockens. Denn: “Wir kommen wieder”, versprachen Roswitha und Karl Schirmacher. Ihr Versprechen machten sie in einem Stadtteil wahr, den selbst alte Revierhasen nicht selten mit Schonnebeck verwechseln: Schönebeck.

Schönebecker Schweiz heißt das neue Lokal. Schweiz, weil gleich um die Ecke (den Brausewindhang runter, dann bergab per Trampelpfad) ein Landschafts-schutzgebiet wartet. So schmuck, dass sich hier jüngst Helge Schneider häuslich niedergelassen hat (bitte nicht mit Fernrohr suchen, der Mann will doch auch mal seine Ruhe).

Wer glaubte, durch die dörfliche Abgeschiedenheit des Lokals die freie Platzwahl zu haben, sah sich getäuscht. Ausresverviert! Warum? Ich glaube, weil die Schirmachers nach dem Motto “Gutes bleibt” ihr Konzept nicht verändert haben. “Never change a winning team” - auf dem Teller bedeutet es, dass hier die Klassiker des Küchenchefs (vom crevettengefüllten Rumpsteak bis zum rustikalen bretonischen Fischertopf) Platz haben und auch konservative ihr Heil finden (Zürcher Geschnetzeltes etc.).

Zuzuraten ist zu den aktuellen Angeboten. Also Fisch oder das (bei Saison) exzellent zubereitete Wild. Neben dem charmanten “Menü der Woche” bleibt mein (Sommer-)Hit das “Tapas-Menü”: 7 Mini-Gänge, einem Land gewidmet.Im Juni “Frankreich”: u.a. mit Praline von der Entenleber, Artischockencremesüppchen mit Flusskrebs, gekräuterter Meerbarbe mit Orange, Mignon vom Schweinefilet mit Salbei und Schinken gebraten sowie Lavendel-Eis mit Pinienkernen. Kostet: 16,50. Und da sage einer, die Schweiz ist ein teures Pflaster.

 

 

 

 

 

 

 

 

Preise:
Grundsätzlich fair kalkuliert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ambiente: Rustikale Einkehr ohne Snob-Attitüde. Auf jeden Fall im “vorderen Raum” reservieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

Service:
Top-freundlich, und Bier zapfen kann er auch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und sonst: arbeitet man an einem Außenbereich. Schön!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wirtschaftsmagazin Ruhr Mai/Juni 2007

 

 

 

 

 

Schönebecker Schweiz

 

 

 

 

 

Jahrelang war der Stop-Club vis-à-vis im Essener Westviertel eine Art Geheimtipp für Leute, die in den Genüssen der Provence schwelgen wollten. In den 60er Jahren eröffnet, war das Haus erst eine Art Künstlertreffpunkt, bis Roswitha und Karl Schirmacher der Küche ihren Stempel aufdrückten: mediterran, frisch und von Hand (und mit Herz) gekocht. Bauliche Mängle und der daraus resultierende Streit mit dem Vermieter zwangen die Schirmachers jetzt dazu, das Lokal zu schließen und von der harten Schnittstelle zwischen Innenstadt und Krupp-Gürtel in die Idylle des dörflichen Essener Stadtteils Schönebeck an der Mülheimer Grenze zu ziehen. Schönebecker Schweiz heißt der alteingesessene Gasthof mit Terrasse, Festsaal und Kegelbahn, den sie am 4. Mai wieder eröffnen. Dem alpinen Namen zum Trotz bleiben die Schirmachers der mediterranen Linie ihrer Küche jedoch treu. Die kulinarischen Erlebnisse aus der Provence, die regionale Frischeküche und natürlich die heiß geliebten “Tapas-Menüs” werden dafür sorgen, dass nicht nur die alten Stammgäste, sondern auch viele neue Freunde den Weg ins lauschige Schönebeck finden.

 

 

 

 

WAZ Samstag 5. Mai 2007

 

 

DELIKATESSEN
von Michael Köster

Foto: WAZ,
Frank Vinken

Standortwechsel in der gehobenen Gastronomie sind eher die Ausnahme. Für Roswitha und Karl Schirmacher beginnt allerdings nach drei Jahrzehnten im Stop-Club vis-à-vis im Westviertel ein neues Gastronomie-Kapitel. Rund 300 geladene Gäste kamen am Donnerstag in die Schönebecker Schweiz, um sich bei mediterranen Häppchen und Freibier ein Bild von der neuen Heimat der Wirtsleute zu machen, die in den vergangenen Wochen einen sommerlich-frischen Anstrich erhalten hat. Verändert hat sich für die vielen Stammkunden der Schirmachers zunächst einmal nur der Anfahrtsweg sowie der Ruhetag (Montag). Die beliebten Tapas-Menüs sowie die provençalischen Spezialitäten werden auch an der Schönebecker Straße serviert. „Wir wollen das Dorf aus seinem Dornröschenschlaf erwecken“, erklärte Karl Schirmacher bei der Eröffnungsparty.
 

 

 

WAZ Samstag 10. März 2007

 

 

DELIKATESSEN
von Michael Köster
und Ralf Wihelm

 

 

 

Eine Abschiedsparty im Stop-Club vis-à-vis ist nicht geplant und auch nicht gewollt, doch zumindest ein kleines Dankeschön für ihre treuen Gäste haben sich Roswitha und Karl Schirmacher ausgedacht. Bis zu ihrem letzten Arbeistag an der Schmiede-straße am 31. März bieten sie ein viergängiges "Best of" Menü mit Köstlichkeiten wie Red Snapper-Filet in Beurre blanc oder Filet Mignon mit Entenleber gratiniert in Trüffeljus an. Im Preis von 28,50 Euro enthalten sind jeweils ein zum Menü passendes Glas Weiß- und Rotwein. Von der gastro-nomischen Bildfläche verschwinden werden die Provençe-Liebhaber bekanntlich nur kurz. Am 4. Mai ziehen sie in die Schönebecker Schweiz ein.

 

 

 

 

 

 

Weitere Medienberichte

 

mehr

 

zurĂĽck

nächste Seite

 

 

 

Die auf dieser und den folgenden Seiten  veröffentlichten Layouts, Logos und Markenzeichen
sind Eigentum der jeweiligen Firmen oder Körperschaften.

.

.

Willkommen   * Aktuelles   * Zuschriften   * Die Medien ĂĽber uns   * Impressum   *

.

.

 

 

nach

nach oben

oben

 

Das Restaurant Schönebecker Schweiz in Essen-Schönebeck bietet Ihnen
regionale und mediterrane KĂĽche - Gesellschaftszimmer - Kegelbahn - Partyservice

 

 

 

Zur einwandfreien Darstellung einiger Inhalte sind zusätzliche Plug-in wie z.B. Flash-Player
erforderlich. Empfohlene Bildschirmeinstellung 1024 x 768 Pixel.
Der Inhalt dieser Webseite unterliegt dem deutschen Urheber- und Leistungsschutzrecht.
Näheres darüber kann dem Impressum entnommen werden

 

 

 

 

Schönebecker Schweiz - die frische Küche im Dorf - Essen-Schönebeck